Die Finanzkontrolle erstellte 2024 mit ihren 22 Mitarbeitenden 137 Prüfungsberichte. 105 Berichte betrafen den Kanton, 18 die kantonalen Hochschulen und 14 die Abschlussprüfungen von kleineren Mandaten. Rund 70 Prozent der personellen Ressourcen wurden für Finanzaufsichts- und 30 Prozent für Abschlussprüfungen eingesetzt. Mit der zunehmenden Digitalisierung erhöhen sich auch die Risiken hinsichtlich Informationssicherheit und Datenschutz. Deshalb war der Umgang des Kantons mit diesen Risiken ein Prüfungsschwerpunkt der Finanzkontrolle. Neben den Projektprüfungen im Hoch- und Tiefbau haben die Bauprüfer der Finanzkontrolle auch Querschnitts- und Prozessprüfungen unter anderem im Beschaffungs- und Kreditwesen durchgeführt und Optimierungspotenzial aufgezeigt.
Die Finanzkontrolle im Fokus der Medien
Die Finanzkontrolle wurde 2024 aufgrund besonderer Ereignisse in der Verwaltung überdurchschnittlich oft in den Medien erwähnt. Thematisiert wurden u.a. das Spesenreglement des Regierungsrates, die BLS AG oder die Beiträge für Lehre und Forschung beim Inselspital. Erstmals hat die Finanzkontrolle von der gesetzlichen Möglichkeit Gebrauch gemacht und die Öffentlichkeit über die Prüfungsergebnisse im Zusammenhang mit dem Spitalstandort Zweisimmen der Spital STS AG informiert, da diese von grundsätzlicher Bedeutung und von erheblichem öffentlichem Interesse waren. Verschiedene publizierte Entscheide von Aufsichtsbehörden und Gerichten haben die gute und verlässliche Arbeit der Finanzkontrolle bestätigt.
Dokumentation
Aufgaben der Finanzkontrolle
Die Finanzkontrolle unterstützt den Regierungsrat und den Grossen Rat bei ihrer Aufgabenerfüllung. Damit soll das Vertrauen der Bevölkerung in den Kanton Bern weiter gestärkt werden. Im Gegensatz zu den Prüfungsberichten ist der Tätigkeitsbericht der Finanzkontrolle öffentlich. Mit ihren Prüfungen will die Finanzkontrolle auf bestehende Mängel und Risiken hinweisen und mit dem aufgezeigten Optimierungspotenzial einen Nutzen und Mehrwert für die geprüften Stellen schaffen.