Heute reichten der Kanton Bern und die Regionalkonferenz Oberland-Ost beim Bund das Agglomerationsprogramm Interlaken der 5. Generation (AP5) ein. Das AP5 Interlaken umfasst ein Massnahmenportfolio von zehn Verkehrsprojekten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 46,9 Millionen Franken. Davon sind sieben Massnahmen mit Investitionen von 43,6 Millionen Franken für die erste Umsetzungsperiode mit einem Baustart zwischen 2028 und 2031 vorgesehen (Horizont A).
Von grösster Bedeutung für das AP5 Interlaken ist der Neubau des Radwegs von Leissigen über Därligen bis nach Interlaken West. Mit einer neuen Streckenführung abseits der Nationalstrasse A8 und entlang des Thunersees soll der Radweg, der Teil von zwei nationalen Velohauptverbindungen ist, für den Alltags- und Freizeitverkehr attraktiver werden. Im Bereich Fuss- und Veloverkehr werden weitere Bundesbeiträge für den Neubau resp. den Ausbau von zwei Brücken (Fussverkehrsbrücke Matten über die A8 und Brücke Dotierkraftwerk) sowie für die Verbindung Seestrasse bis Neuhaus beantragt. Damit sollen Netzlücken geschlossen und Schwachstellen behoben werden. Beim Strassenverkehr wird die Sanierung der Ortsdurchfahrt Ringgenberg sowie der Anschluss Weissenaustrasse an die Unterseenstrasse zur Mitfinanzierung beantragt.
Da für Interlaken kein Agglomerationsprogramm der 4. Generation vorliegt, schreibt der Bund vor, dass das AP5 Interlaken drei Monate früher eingereicht werden muss als üblich. Die restlichen fünf AP5 für Bern, Biel/Lyss, Burgdorf, Langenthal und Thun werden dem Bund erst per Ende Juni 2025 zur Prüfung vorgelegt. Der Regierungsrat wird alle sechs Agglomerationsprogramme im Juni 2025 gemeinsam freigeben. Deshalb wurde das AP5 Interlaken unter Vorbehalt dieses Regierungsratsbeschlusses eingereicht.